TOP Ö 5: Schulentwicklungsplanung
hier: Anhörung der Vertreterinnen und Vertreter der weiterführenden Schulen der Regionen Glashütte und Friedrichsgabe

Herr Hagemann begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt ganz herzlich die Vertreterinnen und Vertreter der weiterführenden Schulen.

 

Im weiteren Verlauf erläutern die Vertreterinnen und Vertreter der Schulen das Votum der jeweiligen Schule bzw. den Beschluss der Schulkonferenz.

 

 

Hauptschule im Schulzentrum-Süd  

 

Die Schulleiterin Frau Bettlewski führt aus, dass die Hauptschule im Schulzentrum-Süd gemeinsam mit der Realschule im Schulzentrum-Süd eine Regionalschule werden möchte.

 

Für diese Regionalschule sollte die Eigenständigkeit erreicht und keine organisatorische Verbindung mit dem Lise-Meitner-Gymnasium angestrebt werden.

 

Die Personalratsvorsitzende, die Elternbeiratsvorsitzende sowie die Schülersprecherin unterstützen das Votum der Schule.

 

 

Realschule im Schulzentrum-Süd 

 

Die Schulleiterin Frau Bustorf sowie der Personalratsvorsitzende, die Elternbeiratsvorsitzende und der Schülersprecher geben das Votum der Schulkonferenz wieder, dass die Realschule im Schulzentrum-Süd gemeinsam mit der Hauptschule im Schulzentrum-Süd und dem Lise-Meitner-Gymnasium eine Gemeinschaftsschule werden möchte.

 

 

Die Vertreterinnen und Vertreter der Hauptschule im Schulzentrum-Süd sowie der Realschule im Schulzentrum-Süd bitten darum, dass beiden Schulen rechtzeitig informiert werden, sofern von Seiten der Entscheidungsträger der Stadt Norderstedt der Fortbestand des Lise-Meitner-Gymnasiums angestrebt bzw. beschlossen wird, damit sich beide Schulen dann erneut über die gemeinsame Schulform in den schulischen Gremien beraten können.

 

Herr Wochnowski berichtet hierzu, dass der Kreistag des Kreises Segeberg in der gestrigen Sitzung beschlossen hat, dass alle Gymnasien im Kreisgebiet in der jetzigen Schulform bestehen bleiben sollen.

 

Frau Pahlke führt aus, dass dieser Beschluss nur als eine Empfehlung angesehen werden kann und dass jeder Schulträger selbst Entscheidungen zur Schulentwicklungsplanung bzw. zur Entwicklung der Schulformen an den Schulstandorten treffen und die Genehmigung  beim Ministerium für Bildung und Frauen beantragen kann.

 

 

Lise-Meitner-Gymnasium

 

Die Schulleiterin Frau Hohenstein sowie die Personalratsvorsitzende, der Elternbeiratsvorsitzende und die Schülersprecherin geben das Votum der Schulkonferenz wieder, dass das Lise-Meitner-Gymnasium sich für den Erhalt der Schulform Gymnasium am Standort des Schulzentrums-Süd ausgesprochen hat.

 

Die Schulform Gemeinschaftsschule wird für das Schulzentrum-Süd auch unter Hinweis auf die bereits eingerichtete Gemeinschaftsschule in Nahre / Sülfeld und die Tatsache, dass ein hoher Prozentsatz von Schülerinnen und Schülern aus diesen auswärtigen Kommunen ( Kayhude, Nahe, Itzstedt ) das Schulzentrum-Süd besucht, abgelehnt.

 

Der Elternbeiratsvorsitzende des Lise-Meitner-Gymnasiums Herr Dr. Schlenker berichtet über ein Schreiben an den Ausschussvorsitzenden Herrn Hagemann vom 07.01.2008, in dem die Argumente noch einmal aufgeführt sind und dem eine Unterschriftensammlung  für den Erhalt des Lise-Meitner-Gymnasiums mit ca. 500 Unterschriften beigefügt ist ( Schreiben ohne Anlagen = Anlage 1 ). 

 

 

Auf entsprechende Anfrage zur Anwendung bzw. Auslegung des § 60 Absatz 4 SchulG ( Organisatorische Verbindung ) führt die Schulrätin Frau Pahlke zunächst aus, dass nach dem Wortlaut des Schulgesetzes allgemein bildende Schulen in einem Gebäude zu einer Schule verbunden werden sollen.

 

Es ist laut Frau Pahlke zunächst festzustellen, dass nach den Bestimmungen des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes die organisatorische Verbindung einer Regionalschule und eines Gymnasiums möglich ist.

 

Sollte diese Lösung in Norderstedt für das Schulzentrum-Süd bzw. das Schulzentrum-Nord favorisiert werden, so würde dieses zunächst vom Grundsatz her bedeuten, dass beide Schulen zu einer Schulform ( Gymnasium mit Regionalschulteil ) verbunden werden würden.

Die Leitung dieser Schule würde beim Gymnasium liegen, außerdem würde es je nach der Größe der Schule ein Schulleitungsteam geben.

 

Frau Pahlke ergänzt, dass auf entsprechende Anfrage das Ministerium für Bildung und Frauen auch nach rechtlicher Prüfung mitgeteilt hat, dass mit der Formulierung „sollen“ im § 60 Absatz 4 SchulG ein „müssen“ mit minimalen Ausnahmen gemeint ist.

 

Ausnahmen sind laut Mitteilung des Ministeriums für Bildung und Frauen besonders große Schulkomplexe – sogenannte „Mammutschulen“.

 

Der Schulträger hat natürlich die Möglichkeit, im Falle des Wunsches nach Eigenständigkeit einer Regionalschule und eines Gymnasiums in einem Schulgebäude ( „unter einem Dach“ ) dieses als Ausnahme zu § 60 Absatz 4 SchulG beim Ministerium für Bildung und Frauen mit entsprechender Begründung zu beantragen.

 

Es ergibt sich eine intensive Diskussion zu diesem Themenkomplex.

 

 

Grund- und Hauptschule Friedrichsgabe

 

Der Schulleiter der Grund- und Hauptschule Friedrichsgabe Herr Clementsen spricht sich zunächst für den Erhalt der Grundschule am Standort Pestalozzistraße aus und bittet eindringlich darum sicherzustellen, dass die jetzigen Hauptschülerinnen und Hauptschüler der Grund- und Hauptschule Friedrichsgabe auch am dortigen Standort den Schulabschluss erwerben können.

 

Herr Clementsen gibt das Votum der Schule dahingehend wieder, dass gemeinsam mit der Realschule Friedrichsgabe eine Regionalschule an 2 Standorten favorisiert wird.

Am Standort der Grund- und Hauptschule Friedrichsgabe könnte dann entweder die gemeinsame Orientierungsstufe oder der Hauptschulzug der gemeinsamen Regionalschule untergebracht werden.

 

Die Elternbeiratsvorsitzende, die Personalratsvorsitzende sowie 2 Schülersprecherinnen bekräftigen die Ausführungen von Herrn Clementsen.

 

 

Realschule Friedrichsgabe

 

Der Schulleiter der Realschule Friedrichsgabe Herr Krenz gibt das Votum der Schule dahingehend wieder, dass eine eigenständige Regionalschule mit offener Ganztagsbetreuung am Standort Schulzentrum-Nord gewünscht wird.

 

Herr Krenz ergänzt, dass eine 3-zügige Regionalschule realistisch ist und insofern der Klassenraumbedarf der Regionalschule dem der jetzigen Realschule Friedrichsgabe entsprechen würde.

Der Zusammenschluss mit der Hauptschule Friedrichsgabe zu einer gemeinsamen Regionalschule mit 2 Standorten wird abgelehnt.

Insbesondere die Auslagerung der Orientierungsstufe einer von der Grund- und Hauptschule Friedrichsgabe favorisierten gemeinsamen Regionalschule am Standort Pestalozzistraße wird als nicht sinnvoll und äußerst problematisch angesehen.

 

Die Elternbeiratsvorsitzende, die Personalratsvorsitzende sowie die Schülersprecherin unterstützen die Ausführungen von Herrn Krenz und machen noch einmal ganz deutlich, dass die von der Grund- und Hauptschule Friedrichsgabe favorisierte Lösung einer gemeinsamen Regionalschule an 2 Standorten abgelehnt wird.

 

 

Lessing-Gymnasium

 

Die Schulleiterin Frau Leopold sowie der Personalratsvorsitzende, der Elternbeiratsvorsitzende und der Schülersprecher geben das Votum der Schulkonferenz wieder, dass den Erhalt des Lessing-Gymnasiums am Standort des Schulzentrums-Nord vorsieht.

 

Frau Leopold weist auf die bestehende Raumproblematik am Schulzentrum-Nord hin.

 

 

 

Im Anschluss an die Anhörung der Vertreterinnen und Vertreter der weiterführenden Schulen findet eine rege Diskussion statt.

 

 

Auf Antrag von Herrn Hagemann wird die Sitzung um 20.35 Uhr für 5 Minuten unterbrochen.